Julia Kristeva

Die revolution der poetische sprache

 

Oorspronkelijke titel: La Révolution du langage poétique: l'avant-garde à la fin du XIXè siècle, 1974
Vertaling: Reinold Werner, 1978
Uitgever: Suhrkamp
ISBN-10: ISBN-10: 3-518-10949-9
ISBN-13: ISBN-13: 978-3-518-10949-6

Flaptekst

Julia Kristeva, geboren 1941 in Bulgarien, arbeitet und lehrt am CNRS in Paris.

Unter den jüngeren französischen Sprachwissenschaftlern und Semiologen ist Julia Kristeva wohl die unbequemste Denkerin: sie ist der theoretische Kopf der Tel Quel-Gruppe. Ihre Studien zur literarischen Textanalyse und zur Semiotik (drei Aufsätze von ihr enthält der Band Textsemiotik als Ideologiekritik, es 796) haben weit über Frankreich hinaus auf die Entwicklung neuer Methodologien und Vorstellungen in den Kultur- und Sozialwissenschaften Einfluß genommen.

Mit dem vorliegenden Buch erscheint nun zum ersten Mal eine ihrer programmatischen Hauptarbeiten in deutscher übersetzung: eine Untersuchung der Symbolstrukturen. Ausgehend von der Poesie Lautreamonts und Mallar¬mes und von Erkenntnissen Freuds und Lacans versucht Julia Kristeva, die »Logik subjektiver Rede« neu zu formulieren, die Sprache als »Praxis des Subjekts- zu bestimmen. Die sprachlichen Neuerungen der literarischen Avantgarde am Ende des letzten Jahrhunderts gelten ihr als ein Indiz dafür, daß (und wie) sich zwei »Träger signifikanter menschlicher Praxis«, Sprache und triebbewegter Körper, in ein widersprüchliches Verhältnis zueinander setzen, das seinen besonderen Ausdruck entweder in der Anlehnung an die geschichtlich vorgegebenen Symbolsysteme oder in der Auflehnung gegen sie findet - das in seiner »symbolischen Einheit« bedrohte Subjekt flüchtet sich in die Identifizierung mit der herrschenden Wirklichkeitsdeutung oder trägt die Bedrohung in den gesellschaftlichen Prozeß hinein. In dem Buch von Kristeva zeichnen sich die Umrisse einer Theorie der Kultur ab, die Sprachgeschichte und Erlahrungsgeschichte zusammenbindet.

 

 

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